
«Ich wollte immer den ganzen Kuchen, wie du, nicht nur ein Stück» ist das Vermächtnis der schillernden Chioma an die 9-jährige Terry, die in der leeren Wohnung noch einmal alle vertrauten Gegenstände aufnimmt und ihrer «Mom Chioma» nachspürt. Zwischen berührenden Momenten des Innehaltens entwirft Terry sich eine kraftvolle Zukunft inmitten ihrer Welten in Lagos, Freetown und Wien, «You are on point, Terry, just cool, just you.»
«I've always wanted the whole cake, just like you, not only one piece.» Wisdom left by charismatic Chioma for 9 year old Terry, who is remembering her «Mom Chioma» through all the well known little objects in her otherwise already empty flat. Somewhere in between tender memories, Terry is fiercly creating her own future in Lagos, Freetown and Vienna, right where she belongs. «You are on point, Terry, just cool, just you.»
Das Bilderbuch-Team im Portrait von Peter Rinnerthaler, 1001 Buch 2/2019
Über die Arbeit am Buch, Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019
«Ein bisschen wie du //
A little like you»
Illustration: Christine Aebi
Text: Lilly Axster
Englische Fassung und Gesamtmitarbeit: Henrie Dennis
Modell und Mitgestaltung der jungen Protagonistin: Jaray Fofana
Typografie: Frederik Marroquin
Druckerei: Wolfau Druck AG
Verlag: Zaglossus Verlag, Wien 2018
ISBN: 978-3-902902-63-4
Format: 20x28,3 cm
64 Seiten, Hardcover
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019
Staatspreis Schönste Bücher Österreichs 2019
Nomination (SIKJM) für die Biennale für Illustration BIB 2019


























































edition assemblage, Münster / Reihe Zaglossus
Private: Buchhandlung oder per E-Mail
Buchhandlungen: Buchzentrum Schweiz oder per E-Mail
Stube / Kröte des Monats April 2019 / Peter Rinnerthaler
1001 Buch / Der österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis 2019
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019
Preiskollektion Bundeskanzleramt / www.lesefest.at / April 2019
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019 / Buchklub / Bücherkoffer / Unterrichtsmaterialien
NZZ online / Manuela Kalbermatten / 3.4.2019
NZZ / Manuela Kalbermatten / 3.4.2019
Buch und Maus Nr.2 2019 / Nadine Bieker
Baobab Books / Kolibri Nr.26 2019
Weiber Diwan / Meike Lauggas / 27.6.2019
BUU.CH / Diverse Kinderbücher / 14.5.2019
St.Galler Tagblatt / Bettina Kugler / 16.4.2020
Radio Orange / Gespräch mit Henrie Dennis und Lilly Axster / Marty Huber / 29.3.2019

Aus dem Schrank holt das Mädchen die Kleider der Toten - an sich gibt es nichts Traurigeres - und probiert sie an. Im Spiel mit exzentrischen Formen, Farben und Textilien, das Christine Aebi aufs Wundersamste ausschöpft, fühlt sich Terry aufgehoben. Und so handelt dieses Bilderbuch weniger vom Tod als von der Fülle des Lebens.
Wie sehr sie, fünf Jahre nach ihrem Tod, von ihren Freund_innen vermisst wird, erfährt man anhand der empathischen und zugleich hochgradig ästhetischen Gestaltung des Bilderbuchs. Das betrifft bei dieser Erzählung nicht nur das durchdachte Zusammenspiel von Bild und Text, sondern das Kombinieren von Bild, Text und Text, da es sich um ein zweisprachiges Buch handelt, das weder die textliche Narration und die Illustrationen, noch die englische und die deutsche Sprache einfach parallelschaltet.
1001 Buch, Peter Rinnerthaler
Und perfekt ist auch dieses Buch. Es ist ein Kunstwerk, das zwar voraussetzungsvoll ist, dem es aber gelingt, nicht zu benennen, was mit unseren sprachlichen Mitteln noch nicht benannt werden kann, und trotzdem alles zu erzählen, deutlich zu machen, worum es geht. Die grossen, mitunter gezoomt wirkenden, collageartigen und vor allem bunten Bilder unterstreichen diese Vielschichtigkeit. Als Mom Chioma stirbt, fühlt sich Terry leer: «Why did she take all these words with her?» Wir alle sollten Worte wie Mom Chioma fühlen, finden, sprechen, damit sich niemand leer, sondern alle sich perfekt fühlen.
Buch & Maus, Nadine Bieker
Schon in ihrem Aufklärungsbuch «DAS machen?» (2012) bewiesen die Illustratorin Christine Aebi und die Autorin Lilly Axster viel Gespür für die Suchbewegungen junger Menschen jenseits traditioneller Geschlechternormen. In «Ein bisschen wie du // A little like you» knüpfen sie an diese Vielfalt von Identitätsentwürfen an - in einer abwechselnd auf Deutsch und Englisch erzählten Geschichte, aber auch in den Illustrationen. Diese begleiten, ja tragen den Text. Und rücken zugleich ins Bild, was mit Sprache (noch) nicht benannt werden kann...
Um einer jüngst verstorbenen Freundin zu gedenken, greift das Bilderbuchkollektiv neben der Bilingualität auf viele unterschiedliche Formen des Erzählens in Text und Bild zurück und kreiert so ein facettenreiches Erinnerungsbild an Mom Chioma, die als junge Frau von Nigeria nach Wien gekommen ist. Traurig gestimmt findet sich dort auch die Ich-Erzählerin Terry wieder. In einer Wohnung, in der der offene Kleiderschrank und die vielen persönlichen Gegenstände auf die «allergrösste Superheldin» verweisen.